Geisterjagd im Crescent Hotel: Die verhexten Zimmer in Eureka Springs

Geisterjagd im Crescent Hotel: Die verhexten Zimmer in Eureka Springs

Nachdem wir Sedona in Arizona erkundet hatten, da zog es uns weiter auf unserer Auto-Tour durch die USA. Was sollte das nächste Ziel werden? Wir beschlossen, nach Eureka Springs zu fahren, denn dort gibt es eines der bekanntesten Spuk-Hotels, die es so in den USA geben soll: Das Crescent Hotel.

Stell dir mal vor, du checkst in ein Hotel ein, in dem Geister die Türen öffnen und Klimaanlagen von allein anspringen. Das war doch ganz unser Ding!

trifeld meter cresent hotelDas Crescent Hotel in Eureka Springs, Arkansas, gilt als eines verhextesten Hotels in Amerika. Wir haben ein paar Nächte in zwei der berüchtigten Geisterzimmern verbracht. Mit Messgeräten und unserem Gefühl haben wir geprüft, ob die Geschichten stimmen. Hier kommt unser Bericht aus dem Hotel der Geister…

Unser Plan: Die Erkundung des Crescent Hotels mit unseren Messgeräten, d.h. wir hatten einen Trifield Natural EM Meter (s.l.) dabei, das elektromagnetische Felder misst. Mit diesem Gerät war klar, sobald sich ein “Geist” zeigt, sprich, sich ein unerklärliches elektromagnetisches Feld aufbaut, springt das Ding an.

Wir mieteten uns also in zwei der Gruselzimmer ein, in denen die meisten Spukphänomene aufgetaucht waren – laut den vorherigen Gästen dieses Crescent Hotels. Es waren die Zimmer 218 und 419. Wir starteten mit Zimmer 218.

Rundgang durch’s Crescent Hotel und die Stimmung

crescent-hotel-arkansasDas Crescent Hotel thront auf einem Hügel in Eureka Springs. Es sieht nicht nur so aus, sondern es ist ein Schloss mit vielen Spiegeln und alten Möbeln. Draußen gibt es einige Pfade, ein Schachbrettgarten sowie einen Pavillon mit Whirlpool und viele Sitzgelegenheiten auf dem ganzen Grundstück. Gäste flüstern von “The Shining”-Vibes. Jack Nicholson würde sich hier sicherlich wohlfühlen, vermutlich auch die Ghostbusters. Spiegel überall. Ein alter Schlosskater streicht einem um die Beine. Das war perfekt für die Gruselstimmung. Tagsüber wirkt alles friedlich, aber nachts wird’s unheimlich, so sagte man uns.

Wir haben am Anfang gleich den hübsch angelegten Garten erkundet. Wir liefen dort umher.

Der Wind strich durch die vielen Baumkronen und die Stimmung war magisch. Es war ein Moment, in dem wir uns dachten, dass man glatt für immer hierbleiben könnte. Alles war friedlich, ruhig und voller Magie.

Das Hotelpersonal war ebenfalls sehr sympathisch und morgens gab es stets ein leckeres Frühstücksbuffet. Draußen auf der Terrasse konnte man sogar in einem Schaukelstuhl sitzen und die Ruhe genießen. In unserer Hand der gute Kaffee vom Buffet stibitzt.

“Dieses Schloss hier ist sehr inspirierend… was denkst du, sollen wir einen kleinen Gruselfilm drehen?”, meinte ich.

“Oh ja!”, meinte Nicki, “Das ist eine gute Idee. Wir können nachts filmen und das nachher zusammenschneiden. Vielleicht fangen wir das eine oder andere Phänomen ein.”

So war die Idee zu unserem Gruselfilm geboren, den wir dann auf unserem Youtubekanal (s.u.) veröffentlichen wollten.

Die Ghost Tour

Zu all diesen inspirativen Momenten gesellte sich noch etwas hinzu: die Ghost-Tour!

Sie wird fast jeden Abend im Schloss Crescent angeboten und geht an die 2-3 Stunden. Dort würde uns die Leiterin einen Vortrag halten und im Gepäck hatte sie mehrere Geister-Messgeräte, mit denen man die Anwesenheit von Geistern registrieren konnte.

Die Leiterin sagte, ein kleines Mädchen spukt oft auf einer Bank. Die Luft fühlt sich dabei schwer an, wie vor einem Gewitter.

Wir packten EMF-Messer, Spiritboxen und Infrarotkameras ein. Unser Trifield Natural EM Meter piept bei starken elektromagnetischen Feldern. Geisterscheinungen erzeugen sie, ob sie sichtbar sind oder nicht, sobald sie sich in der Nähe aufhalten.

geisterdetektor-crescent-hotelWir hielten zudem ein interessantes Infrarotgerät der Leiterin in unseren Händen, das die Temperatur aller Anwesenden messen und auch Wesen anzeigen konnte, die gar nicht physisch anwesend waren.

Die Leiterin zeigte uns noch mehr Tools: Cat-Bälle – sie leuchten bei Berührung. Eine Spiritbox, sie spuckt Wortfetzen aus Radiosendern aus. Wir mischten also Tech mit unserer Intuition. Träume zählen für uns natürlich auch als ein Medium, um Hinweise zu erhalten. Ja, und last but not least… unser Kater Frank war ein weiterer Detektor. Er reagiert sensibel auf Präsenz von “Geistern”.

Die nächtliche Tour war jedenfalls sehr spannend. Die Lady erzählte von “Fluffy”, einem Geisterkater. Die Cat-Bälle rollten während ihrer Gruselgeschichten über den Boden und die Lichter blinkten wild in allerlei Farben. Einmal hörten wir sogar eine Stimme, die sagte: “Go away” zu einem der Besucher. Die Gruppe bestand aus ca. 20 Personen, die an dieser Ghost-Tour teilnahmen.

Der Cat-Ball liegt in der Mitte der Gruppe. Alle halten Abstand. Sobald jemand daran vorbeigeht, fängt er an, wild zu leuchten. Da jeder von uns 2 m Abstand hielt, konnte der Cat-Ball nicht reagieren. Ein paar Minuten später fing er an zu leuchten und zu surren. Jemand, den man nicht mit bloßem Auge erkennen konnte, muss also dem Cat-Ball sehr nahe gekommen sein. Andernfalls hätte der Detektor nicht reagiert. Das war schon sehr verblüffend, weil wir dieses Gerät vorher getestet hatten, ob es wirklich nur auf Nähe reagiert.

Und in diesem Keller, in dem die Geister-Tour ihren Höhepunkt fand, saßen wir beispielsweise direkt am Eingang zu einem Nebenraum, in dem eine Portierklingel stand. Es wurde uns erzählt, dass diese Klingel manchmal von Geistern genutzt werde, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Was sollen wir sagen? Diese Portierklingel fing im Laufe des Abends plötzlich an zu klingeln, obwohl sich niemand in diesem Raum befand. Nicki hörte die Klingel besser als ich, weil sie direkt am Eingang saß. Dies bedeutet, eine unsichtbare Hand muss sie betätigt haben.

Nicki setzte sich auch Kopfhörer auf, der an ein Gerät angeschlossen war, das Hintergrundstimmen verstärkt. Sie hörte einige flüsternde Worte, aber konnte sie nicht wirklich ausformulieren.

Wer ist Norman Baker?

norman baker crescent hotelNorman Baker baute in diesem Schloss einst ein Krebskrankenhaus. Er wollte unbedingt eine Frau von Krebs heilen und hatte seine eigenen Ideen, wie man diesen besiegen könne. In den Regalen im Keller standen diverse Gläser herum, in denen Stücke von Organen zu erkennen waren, Kräuter und seltsame Flüssigkeiten. Dies alles unterstrich noch die gruseligen Momente um 22 Uhr abends.

Im Keller gab es auch einen Raum, angefüllt mit alten Fotos,. Dort hörten wir Namen wie beispielsweise “Sally”. “Geister antworten oft witzig”, meinte die Leiterin, “aber sie sind nicht böse”.

James, ein Hotelangestellter aus den 1920ern, schützte eine Frau. Er wurde damals in dem Versuch erschossen. Noch heute ruft er: “Das war unfair”.

Der Michael-Fluch: Erlebnisse in Zimmer 218

Dies ist die Geschichte und Legende von Michael. Michael war ein irischer Maurer. 1885 fiel er vom Dach beim Bau am Schloss Crescent. Es existieren keine offiziellen Papiere, nur Geschichten über ihn. Sein Bild hängt noch heute in Zimmer 218. Er starrte uns immer an, egal, wo wir uns gerade im Raum aufhielten. Das war ein witziger Effekt. Ein Lob an den Künstler.

Wir suchten am Abend seinen Geist. Die Historiker zweifeln diese Geschichte noch heute an, da es keine Dokumente dazu gibt, nur mündliche Aussagen. Interessanterweise spüren ihn viele Hotelgäste in diesem Zimmer.

Persönliche Erlebnisse in Zimmer 218

Bereits beim Ankommen in dem Zimmer passierten ein paar seltsame Dinge: Wir hörten ein Klopfen an der Zimmertür, die einige Metallleisten besaß. Wir öffneten die Tür, aber niemand war dort, auch keiner war auf dem Flur zu sehen.

Außerdem ging die Balkon-Tür unseres Zimmers von allein auf, obwohl wir sie vorher geprüft hatten, als wir zum Frühstücksbuffet gegangen waren. Sie führte zu einer ganzen Ebene mit vielen Balkonen. Während wir also frühstückten, musste Frank plötzlich den Wunsch verspürt haben, auf den Balkon zu wollen… ja, und irgendwer muss für ihn die Balkontür geöffnet haben. Denn Frank war dann verschwunden und er kam nach einer Stunde wieder zurück, nachdem er das ganze Stockwerk und das darüber fleißig erkundet hatte, als wäre nichts gewesen.

Auch sprang die Klimaanlage von allein an bei 73°F. Diese Einstellung nutzen wir nie, wenn wir sie mal einschalten in einem Hotelzimmer. Wenn sie einer von uns anschaltet, dann stellen wir immer auf 72, 74 oder manchmal auf 76 Fahrenheit, jedoch niemals 73. Jeder von uns dachte, der andere hätte diese Einstellung eingegeben, bis sich herausstellte, dass wir beide sie definitiv nicht eingeschaltet hatten.

In Zimmer 218 stellten wir vor dem Schlafengehen unseren Trifield Natural EM Meter neben Michaels Gemälde. Er piepte kurz schwach, aber nichts weiter geschah. In der Nacht selbst passierte auch nichts.

Am Morgen, als wir im Bett erwachten, erzählte Nicki, sie träumte vom 19. Jahrhundert. Da war das Hotel noch neu und Michael lebte zu dieser Zeit noch. Sie hatte dies irgendwo zwischen Wachen und Schlafen wahrgenommen, sprich hypnagog.

Am Morgen spürte ich Frank neben uns liegen. Plötzlich nahm ich deutlich wahr: Jemand stand links neben unserem Bett, also gleich neben mir fast. Das Trifield Natural EM Meter piepte “Mi mi mi”, das noch immer neben Michaels Gemälde positioniert war.

Ich besaß das intuitive Gefühl, dass es kein Geist gewesen war, sondern vielmehr das Echo einer verstorbenen Persönlichkeit, so wie ein Fußabdruck im Sand – die Spur bleibt, aber die Person ist schon lange weg. Das empfand ich als sehr spannend. Michael war also nicht live da. Vielleicht war Michael auch gerade busy mit der Ghost-Tour gewesen, die sich ja auch nachts abspielt und er dabei stets von der Leiterin gerufen wird.

Theodoras Suite: Die Jagd in Zimmer 419

Das Hotel war im Jahre 1886 ein Luxusresort, dann wurde es zu einer Mädchenschule. Norman Baker machte später daraus eine Krebsklinik, die aktiv war von  1937-1940. Er besaß keine Ausbildung, und zu dieser Zeit gab es viele, die den Tod fanden.

Hintergrund zu Norman Baker und Theodora

Wer war Theodora? Sie war offenbar eine Krankenschwester, dann wurde sie Bakers Patientin, als sie erkrankte. Sie vertraute auf Norman Bakers Therapie und war voller Hoffnung, dass er ihr helfen konnte. Funktioniert hat es leider nicht.

Theodoras Bild hing demonstrativ im Zimmer. Sie hatte graue Haare und einen strengen Blick. Man konnte sich gut vorstellen, dass sie viel Wert auf Ordnung legte. Die Suite war mit Kamin, zwei Räume, also Wohnzimmer und Schlafzimmer, und jeweils mit einem Bildschirm bestückt mit Netflix. Zudem entdeckten wir noch eine versteckte Tür, aber sie ließ sich leider nicht öffnen.

Es gibt aber auch andere modernere Geschichten über dieses Spukzimmer. Da war beispielsweise ein Pärchen, die ihr Hotelzimmer nicht aufgeräumt hatte. Am nächsten Morgen war alles aufgeräumt, sogar ihre Koffer waren bereits gepackt. Sie konnten sich nicht erklären, wie es dazu gekommen sein könnte. Andere hingegen nahmen auch oft ein Klopfen wahr oder das Zuschlagen einer Tür, wenn sie zu lange aufstand. Sie sagte, es wäre eindeutig Theodora gewesen.

Bei uns im Zimmer sah es sehr aufgeräumt aus, aber wir heckten einen bösen Plan aus: Wir machten das Zimmer absichtlich unordentlich. Wir verteilten Kissen und warfen unsere Klamotten auf Boden. Danach platzierten wir unseren Trifield Natural EM Meter vor ihrem Gemälde.

So warteten wir und hofften, dass Theodora sich zeigen würde oder beginne, das Zimmer aufzuräumen. Doch dergleichen geschah nicht. Dafür reagierte Frank, unsere Katze. Frank starrte völlig fixiert in eine Ecke. Gleichzeitig reagierte der Trifield Natural EM Meter. Dies ging so einige Minuten lang, danach beruhigte sich wieder alles und es geschah nichts mehr. Das war für uns schon ein Hinweis, dass sich dort ein elektromagnetisches Feld ganz plötzlich aufgebaut hatte.

Wir schliefen tief in dieser Nacht.

Es war so morgens um 6-7 Uhr: Der Trifield Natural EM Meter tobte zwei Minuten lang, aus unergründlichen Gründen, aber es war nichts zu sehen. Und nein, noch immer hatte niemand das Zimmer aufgeräumt. Unsere Intuition meldete sich und teilte uns mit: “Theodora kommt nur stundenweise mal kurz durch. Das Zeitfenster ist sehr klein.”

Beweise analysieren und Geistermotive – Michael vs. Theodora vergleichen

Michaels Zimmer: Träume, Kälte, Klopfen, EMF-Hysterie. Theodora: Nur ein Peak. Michael erschien uns doch wesentlich aktiver.

  • Michael erschien nur als Echo, wie über unsere Intuition erklärt.
  • Michael war durchaus präsenter mit schnelleren Reaktionen des Trifield Natural EM Meters.
  • Theodora war vermutlich nur kurz am Morgen anwesend und einmal ganz kurz am Abend.
  • Theodora erschien uns etwas schüchterner und kaum anwesend.

Tipp: Wie Geister kontaktieren

Kurze Besuche von ein paar Tagen in diesem Crescent Hotel reichen offenbar nicht. Bei Theodora braucht man vermutlich Wochen, bis sie durch eines der Zeitfenster stabiler in die physische Realität eintreten kann. Doch das ist nicht gerade preiswert, denn ein Zimmer kostet ungefähr 300 Dollar pro Nacht.

Schlusswort: Urteil zum Crescent Hotel

Zimmer 218 mit Michael besaß die meiste Aktivität – unheimlich und lebendig. Zimmer 419 mit Theodora ruhiger, aber der Morgen-Peak war ziemlich rätselhaft. Gesamt: Mehr Echos als wirkliche volle Geistererscheinungen. Jedenfalls Eureka Springs rockt. Wälder, Pfade, Magie, Geister und alte Geschichten.

Besuche doch auch mal das Crescent Hotel, falls Du mal nach Arkansas kommst. Es lohnt sich. Bis zum nächsten Abenteuer!


Siehe auch:

Unser Videofilm über das Crescent Hotel

UFO Tour in Sedona

Link zum Hotel Crescent

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