Wir erreichten Sedona Arizona. Die geheimnisvolle Stadt inmitten der Wüste und den vielen Vortexes, Portalen und Kraftorten…
Der eine oder andere Vortex in Sedona Arizona
Sedona, die spirituelle Hochburg in Arizona. Stark auf Tourismus eingestellt mit vielen Läden, in denen man alles bekommt, was irgendwie einen spirituellen Bezug besitzt. Die kleinsten und größten Kristalle, gebaut wie Sessel zum Sitzen und Meditieren, riesige Drusen und die schönsten Halbedelsteine.
Ja, Sedona ist ein absolutes Mekka für New-Age- und Spiritualitäts-Fans – bekannt für seine “Vortexe” (energetische Wirbelpunkte), rote Felsen und eine Szene, die seit den 1980er-Jahren boomt. Die Stadt zieht jährlich Tausende Pilger an, die nach Heilung, Meditation und esoterischen Erlebnissen suchen. Viele Läden verkaufen Produkte, die mit der lokalen “Vortex-Energie” aufgeladen sind, was den Reiz steigert. Dutzende solcher Shops, vor allem entlang der State Route 89A – dem Hauptshopping-Streifen. Sedona Arizona mischt Tourismus mit Authentizität: Von Kristallen über Tarot bis hin zu Psychic Readings, Schmuck, Aromatherapien, New Age Massagen, Reiki, Kristalle, Traumfänger, indianische Souvenirs sowie mit Büchern, Ritualen, nächtlichen UFO-Touren und allen weiteren möglichen Aktionen. Da ist richtig was los!
Neben Mount Shasta sicherlich der heißeste spirituelle Hotspot in den USA
Wir kamen in einem Hotel unter in Sedona Arizona. Und wie hieß es? “Dreamcatcher” (Traumfänger). Es war nichts Luxuriöses, wie beispielsweise in Los Angeles, aber es erfüllte seinen Zweck. Dort konnten wir unser geliehenes Auto vor der Eingangstür stehen lassen und erwies sich als ausgesprochen praktisch für unser Gepäck.
Wir wollten hier etwas länger bleiben, vielleicht eine Woche oder länger. Die Dame, die uns am Empfang entgegenlächelte, erwies sich als besonders freundlich und hatte sich beim ersten Blick in Frank verliebt. Sie war schier begeistert und wollte ihn gar nicht fortlassen. Das erste Hotel, das einmal ausgesprochen Pet-Friendly war. Keine Androhungen, man müsse das komplette Inventar erstatten, falls die Katze etwas zerkratze.
Restaurant und Cafés gab es in Hülle und Fülle der verschiedensten Art. Italienisch, Chinesisch, Thailändisch, American Diner, Steak-Restaurants, MacDoof, Burger King und viele andere. Doch, wie in den meisten westlich gelegenen Staaten, wird man für das Anstecken einer Zigarette angeschaut, als sei man ein Alien. Joints wurden wesentlich mehr toleriert, die es an jeder Ecke zu kaufen gab, neben Magic Mushrooms und anderen Entheogenen.
In der Innenstadt war es wirklich nicht einfach, einen Parkplatz zu finden, aber sie waren immerhin zumeist kostenfrei. Eine Fußgängerbrücke führte zu einem Fahrstuhl, mit dem man nach unten fahren konnte, um direkt in der großen Einkaufstraße herauszukommen. Indianische und Peruanische Musiker spielten auf alten Instrumenten, mit Hüten und Indianerkleidung, und freuten sich auf ein paar Münzen. Hunderte an Menschen mit ihren jeweiligen spirituellen Interessen, allein, als Pärchen oder in Familien, strömten von einem Laden zum anderen.
Coffee First
Wir setzten uns erst einmal in ein Café, um uns einen Kaffee zu holen. Während Nicki dies übernahm, saß ich draußen auf einer Bank und wartete. Ein Amerikaner setzte sich neben mich und fragte, ob ich hier wohne. Ich antworte ihm, dass ich nicht von hier sei.
“Ah, du bist aus Deutschland”, meinte er trocken.
Dieser eine Satz von mir hatte gereicht, zu erkennen, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht hatte. Ich wunderte mich, wie er das so schnell erkennen konnte. Mein Englisch war stets ziemlich gut gewesen und ich würde mal behaupten, dass ich keinen so leicht aufspürbaren Akzent besäße, aber ein geschultes Ohr schien es dennoch herauszuhören.
“Ich empfehle dir den Cathedral Rock aufzusuchen. Aber laufe nicht so, wie all die anderen Touristen, sondern gehe links am Berg entlang. Du wirst dann einen Weg finden, der dich sehr nah an den Berg heranbringen wird. Dort ist die stärkste Energie spürbar. Auch die ansässigen Indianer nehmen diesen Weg”, empfahl er mir.
Ich dachte mir, dass ich mir das merken sollte, denn wir hatten durchaus geplant, einige dieser Tafelberge aufzusuchen, wie das Cathedral Rock, den Airport Mesa Vortex und Bell Rock.

All diese Tafelberge gelten in Sedona Arizona als jene Orte, die den einen oder anderen Vortex besitzen. Die Vortexe (oder “Vortexes”) in Sedona sind legendär – sie gelten als natürliche Energie-Wirbel, die durch die einzigartige Geologie der roten Felsen entstanden sind und spirituelle, heilende oder transformative Effekte haben.
Der Begriff wurde in den 80er-Jahren von New-Age-Pionieren wie Page Bryant populär gemacht und Sedona zieht heute jährlich drei Millionen Touristen an, die nach Meditation, Klarheit oder einfach purer Energie suchen. Viele berichten von Kribbeln, inneren Frieden und Einsichten – es ist eine Mischung aus Natur, Mythos und Magie. Mit dem Stand im Jahre 2025 gibt es offiziell vier Hauptvortexe, plus kleinere Spots, und der Trend zu geführten Touren boomt (z. B. Jeep-Touren für 2–3 Stunden ab 100 Dollar oder nächtliche UFO-Touren).
Als Nicki mit den zwei Kaffeebechern aus dem Laden kam und sich zu uns setzte, da war der Amerikaner auch schon wieder verschwunden, als hätte es ihn nie gegeben.
Während wir dort saßen und unseren Kaffee schlürften, planten wir die erste Tour zu einem der Vortexe. Wir entschieden uns für den Vortex am Airport Mesa. Der Flughafen war nicht allzu weit entfernt, deshalb wohl diese Bezeichnung, aber man bemerkte die Flugzeuge nicht.
| Vortex-Name | Lage & Zugang | Typ | Erfahrungen & Tipps |
| Airport Mesa | Zentral, nahe dem Flughafen | Panoramablick auf Sedona – ideal für Sonnenaufgänge | Viele fühlen hier Euphorie und Kreativität, für Solar Plexus |
| Bell Rock | Südlich von Sedona | Berühmt für Erdung und Stärke; geformt wie eine Glocke | Gut für Yoga oder Solo-Meditation, Wurzel-Chakra |
| Cathedral Rock | Westlich, off-back nahe O’Beyond Road | Der mächtigste! Berichte von tiefen Einsichten und Heilung | Beliebt für Hochzeiten oder Full-Moon-Ritual, starke Herzenergie |
Eigentlich ist Sedona aufgebaut wie ein riesiger spiritueller Erlebnis- oder Freizeitpark, sozusagen ein Themenpark ohne Zaun, der ihn umgäbe. Man kann überall kostenfrei hin, aber wenn man einen Führer möchte, an einer geführten Tour teilnimmt oder eine gechillte Rundfahrt bzw. mal zu einem spirituellen Festival möchte, kostet es dann schon etwas. Die Preise sind jedoch recht human und oft sogar preiswerter als ein Besuch im Restaurant.
Airport Mesa in Sedona Arizona

Der Aufstieg war recht harmlos. Vielleicht 50 Stufen und Wege, die steil nach oben verliefen und schon war man oben. Dies war vermutlich der einfachste Aufstieg im Vergleich zu den später folgenden Felsen.
Oben angekommen befindet sich ein Plateau, auf dem so an die 50 Menschen herumliefen. Manche meditierten dort, andere frühstückten, wieder andere fotografierten von dieser Aussichtsplattform das Land und Nicki… Nun, sie stürmte sogleich auf eine hochmontierte Liege zu, die nahe an einem Abhang aufgestellt worden war.
Nicki legte sich auf die Liege, nachdem sie ein paar Dollar bezahlt hatte, und entspannte sich darauf. Man sollte schon 20 Minuten darauf bleiben, um sich von der Umgebung heilen zu lassen. Durch die Installation der Liege schwebte man gefühlt über dem Boden und das Gewicht des Körpers wurde somit stark reduziert. Ein wenig schwerelos fühlte man sich. In diesem Empfinden ging es darum, sich mit der Vortex-Energie aufzuladen und den Rest übernimmt der Ort.
Ich stellte mich derweil an die Kante des Plateaus und schaute mir die Aussicht an. Man konnte sehr weit in die Ferne blicken. Weitgehend Steppe, bedeckt mit rotem Sand, gleichfarbigen Felsen und ab und zu erblickte man einen weiteren Tafelberg.
Auf der Karte (links) erkennt man die bekanntesten Rocks, also Felsen. Sie liegen recht nah beieinander, aber die Dimensionen auf der Karte können täuschen, denn sie sind schon jeweils einige Kilometer auseinander.
Die Gigantenbäume der Vorzeit
Immer, wenn wir mit dem Auto durch Sedona fuhren, um zum nächsten Rock zu gelangen, konnte man sie in der Ferne oft stehen sehen, majestätisch, rot wie auf dem Mars, schillernd in der Sonne. Für uns war es jedoch ein makabres Empfinden, das sich in uns breit machte, denn wir wussten, dass diese “Berge” früher einmal Bäume gewesen waren. Sie waren kilometerweit hoch und wurden irgendwann abgesäbelt. Das Einzige, was man jetzt noch sah, waren ihre Stümpfe, in denen noch ein wenig Leben verblieben war. Und die Touristen, die früher einmal dafür gekämpft hatten, dass diesen Bäumen nichts geschieht, gehen heute, in ihrem Mangel an Erinnerung an diese Zeit, auf Besichtigungstour, um sich die Baumstümpfe anzusehen.
Für uns war es eine spirituelle Reise, wie für viele andere, um diesen Ort kennenzulernen und einen Teil aus alter Vergangenheit bezüglich dieser Bäume in uns aufzunehmen. Nun gut, wir waren in dieser Zeit vielleicht nicht anders als die vielen Touristen, das ist wohl wahr, doch wir spürten noch die einstige Energie, die diese ehemaligen Bäume einst besaßen. Gewaltig und gigantisch, sie ragten bis über die Wolken hinaus und versorgten die Umgebung mit Wasser, damit sie gedeihen und wachsen konnte.
Die rote Steppe, die man heute sieht, da erkennt man, wie sehr die Pflanzen, Bäume und Büsche früher von diesen Riesenbäumen abhängig gewesen waren. Nun sind sie weitestgehend verdorrt und wachsen kaum einen Meter hoch. Doch auch die Menschen, die früher an diesem Ort lebten, benutzten die Riesenbäume als Unterschlupf und Wohnort. Sie genossen das Wasser, das an den riesigen Blättern heruntertropfte und so groß wie Apartments waren, dazu pflückten sie Obst in riesiger Größe. Na ja, der Film Avatar hat das alles ganz gut einfangen, falls man sich erinnert.
Wer es nicht glauben kann, dass diese Felsen einst Bäume waren, kann sich gern einmal in den USA in den Parks umschauen, in denen uralte Baumteile ausgestellt werden, die über all die Jahrtausende petrifiziert sind und versteinerten.
Der Airport Mesa war für uns ein sehr kraftvoller Ort, voller Energie.
Cathedral Rock in Sedona Arizona
Am nächsten Tag fuhren wir zum Cathedral Rock. Ein sehr großer “Felsen”, bei dem der Aufstieg schon beschwerlicher war. Immerhin hatten wir den Tipp des Amerikaners noch in unserem Kopf und so liefen wir links am Berg entlang. Je weiter wir vordrangen, desto mehr spürten wir die Energie. Wir trafen daraufhin auf ein Schild auf dem stand: “Only for Hardliners“. Nun, das versprach nicht, dass es leicht werden würde, unser Ziel zu erreichen.
Neben Aloe Vera und sogleich an einigen Kakteen vorbei, durften wir ein paar Male sogar ein wenig klettern, um weiterzukommen. Wir hatten jetzt nicht daran gedacht, Kletterausrüstung mitzunehmen, aber irgendwie schafften wir es, immer weiter und höher zu kommen.
An einem sehr energiestarken Platz angekommen, setzten wir uns hin und meditierten, um die Energie in uns aufzunehmen. Wir benutzen häufig den Bewusstseinsstrom, um die Energie eines Platzes zu messen. Der Bewusstseinsstrom ist ein Fiepen und Brummen, das man in den “Ohren” vernehmen kann. Dies kennt man vielleicht aus Momenten der Stille, wenn man nach innen lauscht.
Nicki empfand diesen Ort als sehr beruhigend und ordnete diese energetisch dem Herz-Chakra zu. Für mich, so spürte ich, war es leichter, in die Meditation zu kommen. Ich schloss die Augen und die Entspannung kam schnell, die Energie der Umgebung war daraufhin gut zu fühlen.
Wir fühlten uns nach einigen Stunden Aufenthalt sehr gut und etwas energiegeladen. Ansonsten passierte nicht viel, müssen wir zugeben. Glücklicherweise war der Rückweg nicht so beschwerlich und schneller als der Hinweg.
Im Anschluss an unserem Wandertrip gingen wir also wieder zurück und fuhren erst einmal ins Café. Interessanterweise spürten wir erst dort den After-Kick der Energie vom Cathedral Rock. Wir waren mit einem Mal plötzlich super entspannt, gechillt und sehr dissoziativ. Zuerst kam die Energie sanft in uns hoch und plötzlich breitete sie sich im ganzen Geist aus. Und diese Power fühlten wir nur durch die kurze Zeit, in der wir uns am Cathedral Rock aufgehalten hatten, andere übernachten sogar dort. Wir genossen diese innere Ruhe und Stille im Kopf für Stunden, selbst noch dann, als wir nach dem Café zurück ins Hotel gegangen waren. Am nächsten Tag ließ diese intensive Energie nach.
Bell Rock in Sedona Arizona
Als dritten Vortex suchten wir das Bell Rock auf. Dieser Felsen ist geformt wie eine Glocke und erhielt daher seinen Namen. Er ist nicht so groß wie der Cathedral Rock, bei weitem nicht, aber man sollte sich durch das Foto auch nicht täuschen lassen. Er ist dennoch nicht klein. Um oben auf die Spitze zu kommen, benötigt man meistens schon eine Kletterausrüstung und ist nicht so ad hoc erledigt.
Wir waren noch ein wenig geschafft von unserem Aufstieg zum Cathedral Rock am Vortag und dachten uns, dass wir dieses Mal einfach wieder nach unserem Bewusstseinsstrom gehen und von ihm sondieren lassen, wo wir uns in Ruhe hinsetzen und meditieren könnten.
Als wir einen schönen und energetisch guten Platz ausfindig machen konnten, setzten wir uns hin und meditierten eine Weile. Nach zehn Minuten fühlten wir wieder diese innere Ruhe, die Gelassenheit und Entschleunigung. Am Bell Rock fühlte man sich auch noch sehr geerdet. Laut den Anwohnern soll diese reinigende Energie auch dabei helfen, alte Muster loslassen.
Doch so intensiv wie am Cathedral Rock war diese Energie am Bell Rock nicht so spürbar, daher war ersterer der intensivste, den wir erlebt durften.
Nachdem wir den Rückweg hinter uns gebracht hatten, gingen wir wieder zurück ins Hotel. Vor dem Hotel stand eine Schaukelbank, auf die wir uns setzten und uns zugleich einen attraktiven Ausblick auf den Cathedral Rock gewährte. Wir überlegten, welches Reiseziel als nächstes auf unserer Route stand… Zum Abschluss unseres Aufenthaltes wollten wir unbedingt noch eine UFO-Tour machen…
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