Reise zum Spirituellen Hotspot Crestone

Nachdem wir Sedona Arizona verlassen hatten, ging unsere Reise weiter. Ziel: Das spirituelle Dorf Crestone in Colorado, eine spirituelle Hochburg…

Reise von Sedona nach Crestone

Die Fahrt mit unserem geliehenen Auto belief sich ungefähr auf 800 Kilometer. Ruhige und entspannte Landstraße. Wir hatten das Auto in Los Angeles gemietet für One-Way nach New York. Einmal quer durch das ganze Land von Westen nach Osten. Das waren zwar nur ca. 4200 Kilometer, aber mit unseren ganzen Zwischenstopps, Umwegen, Abzweigungen und Sonderzielen, um den einen oder anderen Vortex zu finden, kämen wir locker auf 10.000 Kilometer.

Der Weg nach Crestone ist recht gut zugänglich über eine ca. 20 km lange Straße (County Road T) von der Highway 17 aus und ist sehr abgelegen. Es liegt nahe bei den Rocky Mountains bzw. dort, wo sie beginnen, und man hat stets einen guten Blick auf die majestätischen Berge.

Crestone ist ein sehr kleiner, spirituell geprägter Ort in Colorado (USA), der vor allem für seine einzigartige Mischung aus spirituellen Gemeinschaften, Retreat-Zentren und seiner abgelegenen Lage am Fuße der Sangre-de-Cristo-Berge bekannt ist. Das kleine Städtchen liegt im San Luis Valley, Saguache County, Süd-Zentral-Colorado mit vielleicht nur 150 stetige Einwohner und könnte daher durchaus auch als Dorf bezeichnet werden. Doch gibt es immer wieder viele Besucher, die aus ganz USA und von außerhalb einmal eine Woche dort verbringen und spirituell arbeiten wollen.

Warum ist Crestone besonders?

sedona-crestone-ufo-watchtowerCrestone gilt als einer der spirituellsten Orte Nordamerikas. Hier existieren viele spirituelle Plätze und Gebäude, wie beispielsweise mehrere buddhistische Zentren (u.a. Tibetisch-Karmakagyü, Zen, Shambhala), ein großes Hinduistisches Ashram (Sri Aurobindo/The Mother), das bekannte Karmeliter-Kloster (katholisch-kontemplativ) sowie erschiedene New-Age- und Schamanische Gruppen, ein “Zendo” und zahlreiche kleinere Retreat-Hütten im National Forest.

Das Besondere ist, dass viele dieser Zentren in den 1970er- und 80er-Jahren von dem Grundbesitzer Maurice Strong und seiner Frau Hanne Strong bewusst gefördert wurden, sie schenkten Land an spirituelle Organisationen unterschiedlicher Traditionen mit der Idee eines “interreligiösen Tals der Zuflucht”. Weitere bekannte Merkmale sind das Crestone End-of-Life Project, einer der wenigen Orte in den USA, in dem legale natürliche (grüne) Feuerbestattungen im Freien durchgeführt werden dürfen (seit 2013). Es gibt hierfür sogar ein großes offenes Kremationsgelände.

Ganz zu schweigen von den über 300 Sonnentage, jedoch gibt es kalte Winter (bis -30 °C möglich),und ziemlich heiße Sommertage. Viele Bewohner leben bewusst einfach, alternativ oder off-grid. Ein kleiner Ortskern mit Café, wie eben das “Our Food is Art” Restaurant, das Crestone Brewing Co. sowie die berühmte Cloud Station, einem kleinen Laden, einer Post und ein paar Galerien, sind dort vorzufinden. Manche nennen Crestone auch einfach liebevoll das “Shangri-La von Colorado”, andere finden es zu esoterisch oder abgehoben.

Ebenso spannend ist die Dark-Sky-Community, die sich dort mit den vielen Jahren gebildet hat. Diese entstand durch den sehr dunklen Nachthimmel und die Gegend ist noch heute bei den Sternen- und UFO-Guckern mega beliebt. Der Himmel ist nachts dort sehr dunkel und man kann die Milchstraße extrem gut erkennen.

Wer also Ruhe, Meditation, Berge und eine bunte Mischung aus Buddhisten, Yogis, Künstlern und Aussteigern sucht, ist hier genau richtig.

Wir kommen in Crestone an

crestone - Rocky Mountains
Crestone – Rocky Mountains

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, mal nach Crestone hineinzufahren. Der Weg war angenehm chillig, die Landstraße sehr leer und wir konnten das Dörfchen schnell finden. Immer geradeaus, dann rechts Richtung Rocky Mountains.

Zuerst fuhren wir in das Dorf hinein und schauten uns die Gebäude an. Es gab einige dunkle AirBNB’s, ein Restaurant und eine kleine Pension. Viel los war dort wirklich nicht. Im März war es noch keine Saison, die Touristen kamen erst ab Mai oder Juni. Auf den Straßen waren vielleicht zehn Leute und drei Autos zu sehen und das war’s auch schon.

Wir hielten vor dem “Our Food is Art” Restaurant, um uns einen Kaffee zu gönnen. Das ist Nickis Lieblingsbeschäftigung: First Coffee. Frank durfte auf dem Rücksitz verweilen. Er wirkte eh gern sehr müde so am hellichten Tag. Er würde vermutlich nicht einmal mitbekommen, dass wir aus dem Auto steigen würden.

Als wir das Restaurant betraten, sahen wir erst einmal einen großen Tresen mit einem alternativ aussehenden Mann dahinter, der uns sogleich Kaffee, Plätzchen, Croissants und andere Bio-Produkte anbot. Der Laden war definitiv BIO. Daran gab es keinen Zweifel. Das meiste war selbstgemacht, das Brot, die Kekse und auch der körnig aussehende Kuchen. Die Sitzgelegenheiten bestanden aus mehreren sehr großen und langen Holztischen mit Bänken davor in einem ziemlich großen Raum mit einer Bühne für gelegentliche musikalische Auftritte. Rechts stand ein großer Holzindianer, der grimmig in die Runde blickte.

Nebenan befand sich noch mal ein kleineres Café, aber das ließen wir außen vor. Wir fanden also Platz an den Holztischen.

Crestone
Crestone Village

Wir saßen dann eine Weile innen und warteten auf unseren Kaffee. Außer uns beiden saß dort noch eine Frau, vielleicht um die 60 Jahre alt, die ebenfalls auf ihre Bestellung wartete.

Wie so oft, wurden wir auch erneut gefragt, woher wir denn kämen und ob wir Deutsche seien. Man muss sagen, die Amerikaner haben ein gutes Gehör dafür. Vermutlich fällt es direkt schon auf, weil man bei einem englischen “th” nicht brav die Zunge zwischen die Zähne schiebt. Doch auch der deutsche Akzent ist für ein gutes Gehör schnell zu vernehmen. Doch am meisten fällt es vermutlich bei den Slawen auf.

Als wir unseren Kaffee bekamen, setzten wir uns nach draußen an den Tischen. Wir wollten unser Getränk mit dem Ausblick auf die Rocky Mountains genießen.

Es war noch ziemlich kalt. Der März war noch lange keine Garantie für warmes Wetter in Colorado. Der Wind war kalt, auch wenn gerade die Sonne schien. Im Anschluss fuhren wir noch durch das Dorf. Es war alles geschlossen, jedes Retreat, Kloster und Ashram. Wir waren definitiv zu früh angekommen.

Dennoch war die Energie an diesem Ort sehr entspannend und ruhig. Man konnte sich schon vorstellen, dass es hier einen Vortex gab. Dazu noch die Rocky Mountains mit ihren vielen Bergspitzen. Ein wundervoller Anblick. Während Sedona eher so für die reicheren Spirituellen etwas ist, so sind die weniger Reichen sicherlich begeistert von Crestone, mit seinem strikten BIO-Essen und der mächtigen Energie des Rocky Mountains.

Einen Vortex konnten wir nicht finden. Dazu hätten wir vermutlich in der Saisonzeit kommen müssen, um die erforderlichen Infos zu bekommen. Doch dieser kleine Ausflug in das Dorf reichte uns eigentlich, weil wir nur einen Blick in Crestone hineinwerfen wollten. Einmal hindurchfahren und dann zum nächsten Punkt auf unserer Karte fahren… der UFO Watchtower.

Viele Crestone-Bewohner fahren deshalb abends oder nachts rüber zum UFO Watchtower, wenn sie Lichter am Himmel beobachten wollen oder einfach nur Spaß haben wollen oder mit anderen “UFO-Fans” quatschen möchten. Kurz gesagt: Crestone gilt für spirituell, meditativ und esoterisch.

Kurzfazit: Crestone ist kein typisches amerikanisches Kleinstädtchen, sondern eher ein spirituelles Experimentierfeld in atemberaubender Natur.

Der UFO Watchtower

ufowatch-tower-1Ganz in der Nähe von Crestone liegt auch der “UFO Watchtower”. Er liegt zwar nicht direkt in Crestone, ist aber sehr nah und gehört definitiv zur gleichen Region der Spiritualität im San Luis Valley. Die Entfernung zwischen Crestone und dem UFO Watchtower liegt ungefähr bei ca. 45–50 km nordwestlich von Crestone – Richtung Alamosa/Hooper). Er liegt direkt an der Colorado State Highway 17, kurz vor Hooper (bei Mile Marker 161). Man fährt von Crestone zum UFO Watchtower vielleicht so eine knappe dreiviertel Stunde.

Der UFO Watchtower selbst ist eine kleine, privat betriebene Touristenattraktion, die im Jahre 2000 von Judy Messoline eröffnet wurde. Es gibt dort erst einmal eine ca. 3 m hohe Aussichtsplattform, zu der man hinaufsteigen kann. Oben angekommen hat man einen guten Überblick über den so genannten „Vortex-Garten“, der voller kurioser Geschenke ist, die die Besucher hinterlassen haben. Dazu gehören Steine, Kristalle, Alien-Figuren, alte Prothesen, Kerzen, UFO-Nachbildungen, Satellitenschüsseln, Kugelschreiber, Antennen, Fotos, Postkarten, Spielzeug, Armbänder, Ketten, also alles Mögliche, was man an Kleinigkeiten verschenken kann. Es gilt die Regel dort, dass jeder, der kommt, ein kleines Geschenk im Vortex-Garden hinterlassen soll, sonst hat man zukünftig weniger Glück mit Begegnungen der 1., 2. oder 3. Art.

Daher kommen immer wieder viele UFO-Fans nachts dorthin, bringen ihre Ferngläser, Nachtsichtgeräte und Teleskope mit, um nach UFOs zu jagen. Es sind dort schon viele Sichtungen gemacht worden.

Das San Luis Valley, in der Nähe, gilt seit Jahrzehnten auch deshalb als einer der bekanntesten UFO-Hotspots der USA, weil dort zahlreiche Viehverstümmelungen in den 1970er/80er-Jahren entdeckt wurden und man davon ausgeht, dass es Aliens gewesen seien, die diese Tiere entführten, Experimente mit ihnen machten und dann wieder irgendwo abgelegt hatten.

Wir kommen zum UFO Watch Tower

ufowatch tower 2Auch hier gähnende Leere. Als wir ankamen, waren sämtliche Parkplätze frei. Es saß nicht einmal jemand in dem Souvenir-Shop am Fuße des Watch Towers. Alles war dicht. Das einzige, was wir erblickten, war ein Briefkasten, auf dem stand, man solle 5 Dollar hineinwerfen, um sich alles in Ruhe anschauen zu können. Wir waren natürlich so nett und warfen die kleine Summe hinein, aber es wäre sicherlich niemandem aufgefallen, wenn man es nicht getan hätte. Doch so ein Vertrauensvorschuss ist schon selten und deswegen wollten wir das nicht ausnutzen.

Der UFO Watch Tower ist sehr beliebt in der Umgebung. Wenn es wieder warm ist, werden hier zig Leute hinströmen und die Nacht dort verbringen. Sie haben Zelte, Liegen und Nahrung dabei, um die Nacht durchzuhalten. Sie schauen durch Ferngläser und Nachtsichtgeräte, um jedes mögliche Objekt einzufangen, das nach einem UFO aussieht. Und sind wir einmal ehrlich: Vielleicht sind 80% der so genannten UFO Sichtungen nur Satelliten, Drohnen oder Sterne gewesen, aber dennoch verbleiben 20%, die niemand wirklich auf eine normale Erklärung zurückführen kann. Es bleiben UFOs, weil niemand weiß, was es gewesen ist.

ufowatch tower 4Daher ist der UFO Watch Tower, mit seinem Souvenir-Garten, auch eine Art Gedenkstätte oder ein Open-Air-Schrein für UFOs und Aliens, die über Colorado fliegen und gelegentlich ein Zeichen von sich geben. Manche Objekte fliegen über das Gebiet und leuchten einmal hell auf, wenn man sie mit dem Laserpointer anstrahlt. Sie grüßen zurück. Allein dieser Umstand zeigt, dass es auch nette Aliens mit Manieren gibt, doch viele dieser außerirdischen Gesellen grüßen nicht zurück und sie tarnen ihre Raumschiffe, in der Hoffnung, dass sie nicht entdeckt oder gesehen werden. Warum auch immer sie sich so gern verstecken… es sei denn, sie wollen überhaupt keinen Kontakt zu Menschen, damit diese weiterhin in ihrer Illusion verbleiben.

Ab und zu holen sie sich eine Kuh oder gar einen Menschen, untersuchen sie, um festzustellen, was sich in den tausenden Jahren der Gefangenschaft in der Matrix so getan hat. Haben sie sich weiterentwickelt? Sind sie schon so weit, dass sie aufwachen und sich selbst erkennen könnten? Wie intelligent sind sie geworden?

Wir liefen auf der Gedenkstätte der Aliens herum, auf dem Platz mit all den persönlichen Souvenirs und Geschenken, die zurückgelassen wurden, um die eine Botschaft an die Wesen dort draußen zu senden: “Wir glauben an euch und wir wissen, dass ihr da seid!”

Nicki entdeckte dann einen Vortex, der sich hinten in der Mitte des Platzes befand. Er war geschlossen, aber er strahlte gerade noch so viel Energie ab, dass sie ihn spüren konnte. Weshalb er sich gerade dort befand, weiß niemand, aber er war spürbar.

Nun, wir überlegten auch, was wir als Geschenk für die Aliens zurücklassen konnten, aber da wir immer so wenig Gepäck und Zeug wie möglich bei uns haben, da wir ständig auf Reisen sind und jedes Gramm zählt, konnten wir nichts entbehren. Doch wer auch immer dort vorbeikommt, kann gern einen Gegenstand für uns hinterlegen.


Siehe auch:

Unser Tripp nach Sedona Arizona

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